Der Landesverband Berlin-Brandenburg der Kehlkopflosen e.V

wurde 1976 als gemeinnütziger Selbsthilfeverein von Personen gegründet, denen der Kehlkopf ganz oder teilweise wegen einer Tumorerkrankung im Halsbereich operativ entfernt worden ist.

Der Landesverband sieht seine Hauptaufgabe darin, Kehlkopfoperierte und Halsatmer in einer Gemeinschaft zusammenzufassen, um einer krankheitsbedingten Isolierung des Einzelnen vorzubeugen und ihm in vielerlei Hinsicht hilfreich zur Seite zu stehen.

Wenn wir über einen akuten Fall informiert werden, wollen wir dem Betroffenen aufzeigen, dass ein Leben auch als Kehlkopfloser durchaus praktizierbar ist und nach einer Zeit der Eingewöhnung Normalität annimmt. Wir besuchen ihn – so es sich einrichten lässt – auf Wunsch im Krankenhaus, und das möglichst noch vor der OP, sprechen mit den Angehörigen und geben eigene Erfahrungen weiter. Auch wenn Sorge, Angst und Verzweiflung in dieser Phase vorherrschend blieben, schöpfte so manch Betroffener neuen Lebensmut, wie im Nachherein berichtet wurde.

Der Kontakt zu HNO-Kliniken und HNO-Praxen soll bezwecken, dass Ärzte auch über ihr Fachwissen hinaus von den vielfältigen Erfahrungen Kehlkopfoperierter im täglichen Umgang mit ihrem Handicap unterrichtet sind.

Die Möglichkeit zur Verständigung mit der Ersatzstimme nimmt bei Kehlkopflosen einen hohen Stellenwert ein. So ist es uns wichtig, enge Verbindungen zu Logopäden zu halten und ihnen die Möglichkeit zur Präsentation einzuräumen.

Unsere monatlichen Treffen sind völlig zwanglos und nicht von der Mitgliedschaft im Selbsthilfeverband abhängig.

Sie dienen dem Kontakt untereinander, dem Erfahrungsaustausch und der Fachinformation durch Vorträge.